// Kurztipp: SQLite2 PHP-Erweiterung unter Ubuntu 12.04

Wer im aktuellen Ubuntu für eine Webanwendung wie z.B. dem BlogTNG Plugin die SQLite2 PHP Erweiterung benötigt, kommt um ein kleines Workaround nicht herum. Der Grund liegt darin, dass in der verwendeten PHP-Version die SQLite2 Extension nicht mehr eingebaut ist. So findet sich nur nur noch die Erweiterung für SQLite3.
Mehr zu dieser Problematik findet sich unter anderem bei Ask Ubuntu. Mein Workaround orientiert sich an diesem Blogpost.

Zunächst sollte sichergestellt werden, dass SQLite und die PHP Erweiterung wirklich auch installiert sind:

$ sudo apt-get install php5-sqlite sqlite sqlite3 libsqlite0

Danach besorgt man sich ein älteres php5-sqlite (z.B. aus Natty) um an die Datei sqlite.so zu kommen, die man anschließend nach /usr/lib/php5/ kopiert:

$ cd /tmp
$ wget http://security.ubuntu.com/ubuntu/pool/main/p/php5/php5-sqlite_5.3.5-1ubuntu7.10_amd64.deb  #URL evtl. anpassen!
$ mkdir sqlite
$ dpkg -x php5-sqlite_5.3.5-1ubuntu7.10_amd64.deb sqlite/              #Dateiname auch anpassen!
$ sudo cp -v sqlite/usr/lib/php5/20090626/sqlite.so /usr/lib/php5/20090626/     #Pfade können sich verändern!

Nun legt man mit einem Editor die Datei /etc/php5/conf.d/sqlite.ini an:

$ sudo nano /etc/php5/conf.d/sqlite.ini

…und fügt folgenden Inhalt ein:

; configuration for php SQLite module
extension=sqlite.so

Anschließend muss man noch den jew. Webserver (hier Apache) neustarten:

$ sudo service apache2 restart

// Samsung N210 Plus und Ubuntu – ein Erfahrungsbericht

Seit mittlerweile über 5 Monaten besitze ich ein Samsung N210 Plus – Zeit für einen Erfahrungsbericht. Ich habe damals auf dem Netbook gleich die Natty Beta installiert und damit experimentiert. Unity war und ist aus meiner Sicht immer noch die besten Lösung zum Arbeiten auf solcher Hardware. In diesem Post werde ich auf meine Erfahrungen mit Ubuntu auf einem N210 Plus eingehen.

Zur Hardware

Bevor ich mit den Ubuntu-spezifischen Problemen anfange, hier die grundlegenden Hardwarespezifikationen:

  • Prozessor: Intel ATOM N450 (1,66 GHz; 667 MHz, 512 KB)
  • Arbeitsspeicher: 1 GB (DDR2 / 1 GB x 1)
  • Display: 26 cm (10,1“), WSVGA (1.024 x 600), Matt, LED Backlight Display
  • Grafikprozessor: Intel GMA3150 (Int. Grafik)
  • Festplatte (HDD): 250 GB (5.400 U/min S-ATA)
  • „Akkulaufzeit von bis zu 12 Stunden“
  • Ethernet, Wl-Lan (802.11 b/g/n), Bluetooth (v2.1 mit EDR), Webcam

Mehr Infos...

Die Installation & Einrichtung

Natty installierte ich über einen Livestick, was wirklich schnell ging. Zuvor hatte ich aus Angewohnheit die Windowspartitionen bereits verkleinert und am Ende der Platte eine Partition für die Homes angelegt. Der Großteil der Hardware funktionierte ohne Probleme, nur die Sondertasten (Fn) ließen sich nicht benutzen. Außerdem war die Helligkeit auf die niedrigste Stufe herunter geregelt, was nicht wirklich angenehm für die Augen war.

Die Lösung (I): Linux On My Samsung PPA von Voria

Auf Ubuntuusers fand ich die Lösung auf mein Problem. Einfach das Linux On My Samsung PPA von Voria hinzufügen, das System aktualisieren und die Pakete samsung-tools sowie samsung-backlight installieren:

sudo add-apt-repository ppa:voria/ppa 
sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
sudo apt-get install samsung-tools samsung-backlight

Nach einem Reboot funktionierten sämtliche Fn Tasten und die Helligkeit lies sich regeln. Mit der GUI Samsung Tools Einstellungen konnte ich nun die Einstellungen für die Tasten ändern, sowie zahlreiche Energiesparoptionen aktivieren. Ein bisschen irritierend war, dass die Webcam über die Fn Taste für „€“ ausgeschaltet werden konnte. Doch leider existiert keine weitere Taste, die frei wäre und auf die ich diese Funktion legen könnte.

Doch zu früh gefreut: Wenn die Displayhelligkeit zu schnell hoch oder herunter geregelt wurde, begann der Bildschirm ununterbrochen die Helligkeit zu verändern. Dies trat beispielsweise auf, wenn ich das Netzteil zog und das Gerät in den Akkubetrieb wechselte. Das Ergebnis war ein blickendes Netbook, dass in diesem Fall nicht mehr richtig zu bedienen war.

Die Lösung (II): Grub & Parameter des Kernelmoduls

Wenn du dieses Posting als Anleitung für dein Samsung Netbook verwendest, kann es sein, dass diese Änderungen, die in diesem Abschnitt (Grub, Kernelmodul) bereits durch die Pakete aus dem oben erwähnten PPA durchgeführt wurden.

Auf diese Lösung wurde ich hier fündig. In der /etc/default/grub:

sudo nano /etc/default/grub

habe ich die Zeile

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash"

in

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash acpi_backlight=vendor"

geändert. Anschließend habe ich Grub geupdated:

sudo update-grub2


Nun habe ich der /etc/modprobe.d/samsung-backlight.conf:

sudo nano /etc/modprobe.d/samsung-backlight.conf

diese Zeile hinzugefügt:

options samsung_backlight use_sabi=0 force=1

und das System neu gestartet. Später wurde diese Zeile durch ein Upgrade des Kernels auf

options samsung-backlight use_sabi=0 levels=8 force=1

geändert.

Erfahrungen & Fazit

Von einem Netbook darf man natürlich nicht viel Leistung erwarten. Als ich damals die Natty Beta installiert habe, war ich positiv von der Reaktion/Geschwindigkeit des Geräts überrascht und das bin ich immer noch. Zum Surfen, Lesen von E-Books, E-Mails abrufen und für kleinere Serverarbeiten ist ein Netbook natürlich gemacht.

Akkulaufzeit

Die angegebenen 12 Stunden Betriebszeit im Akkubetrieb habe ich noch nie erreicht und werde ich wahrscheinlich auch nie. Spätestens nach etwa 6 Stunden war Schluss. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich wenig an den Energiesparoptionen herum gefummelt habe und die Bildschirmhelligkeit meistens nach der automatischen Herunter-regelung wieder etwas hochstelle, weil das Display so einfach angenehmer ist.
Mit ein wenig Optimierung, die dank den Samsung Tools wirklich einfach ist, dürften 10 Stunden eventuell machbar sein.

Hardwareunterstützung

Wie bereits erwähnt gibt es mit der Hardwareunterstützung keine Probleme. Im Gegensatz: durch die Samsung Tools kann ich sogar die CPU-Temperatur bestimmen und den Lüftermodus runter regeln sowie Webcam, Bluetooth und WLAN über die Fn Tasten einzeln ab- und anschalten, was wirklich genial ist. Bei dem Lüftermodus „Leise“ sind fast keine Betriebsgeräusche zu vernehmen.

Das Touchpad funktioniert ohne Probleme. Meine derzeitigen Einstellungen sind so ausgelegt, dass ich die Tasten für Rechts- und Linksklick nicht mehr benötige. Am Rand, sowie unten kann ich scrollen, ein „Touch“ mit einem Finger ist logischerweise ein Rechtsklick, einer mit zwei Fingern ein Rechtsklick. Auch der Standby funktioniert erstaunlich zuverlässig, was nicht gerade eine Stärke von Natty ist.

Das Einzige was mich stört ist die Webcam. So kann ich mit jener keine Videos, sondern nur Bilder aufnehmen. Waran das liegt, habe ich bis heute nicht herausgefunden.

Fazit

Ich kann das Samsung N210 (Plus) jedem Ubuntuuser empfehlen. Für meine Einsatzgebiete ist das Gerät wirklich ideal. Aber ohne Samsung Tools bleibt das Netbook fast unbedienbar. Hier gilt mein Dank den Machern des Linux On My Samsung PPAs!

Natty und Unity leisten auf einem solch kleinen Display wirklich hervorragende Arbeit. Ich könnte mir kein Gnome 2 und schon gar kein Windows 7 darauf vorstellen.

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